
Blvth
Als das Immergut 20 wurde, war ich 14. Mit Vorsicht und Staunen bin ich damals über die Festivalfläche gegangen und habe noch vor dem Headliner meine Mama gefragt, wann wir endlich nach Hause können.
Ich brauchte noch ein paar Jahre und eine Pandemie um zu verstehen, was da jedes Jahr Ende Mai in meiner Heimatstadt eigentlich los ist. Unter dem Motto „Alles bleibt anders“ wurde damals getanzt und Neues entdeckt. Am Freitag eröffnete dieses Jahr Blvth mit seinem Album „Blut“ die Zeltbühne.
Seitdem ist viel passiert. Neue Musik. Neue Mottos. Neue Menschen, die das Festival liebgewonnen haben. Aber eins bleibt gleich: der Name BLVTH im Line-up.
Wenn das Motto „So ein Kuddelmuddel“ auf eine*n Künstler*in passt, dann auf BLVTH. Vertraute Melodien schlagen plötzlich Haken, Genres verschwimmen, Beats kippen unerwartet in neue Richtungen. Ein Genre kann jede*r. BLVTH steuert gleich mehrere auf einmal an.
Zwischen Rap, Pop, elektronischen Einflüssen und diesen kleinen Soundideen, die plötzlich ganz groß wirken, entsteht ein Sound, der sich nie ganz festlegen will und genau deshalb so gut zum Immergut passt.
BLVTH ist bekannt für seinen innovativen, genreübergreifenden Sound. In den letzten Jahren hat er sich nicht nur als Künstler, sondern auch als Produzent einen Namen gemacht. Er war unter anderem an Nummer-1-Alben wie „Lang lebe der Tod“ von Casper beteiligt und fungierte als Executive Producer für das ebenfalls auf Platz 1 gechartete Album KIOX von Kraftklub-Frontmann KUMMER. Dort prägte er maßgeblich den Sound und zeigte einmal mehr, wie mühelos er zwischen unterschiedlichen musikalischen Welten navigiert.