Portrait der Künstler*in zzzahara

zzzahara

Photo
Kate Garner
Text
Charlotte

Mit zzzahara verlieren wir uns auf kurz oder lang in den Straßen von Los Angeles - wir spazieren die Straße Kensington hinab und sind irgendwo zwischen dem Geruch von Wein, Nikotin und Verzweiflung. Es klingt nach einer treibenden Sommernacht mit vielen Zwischenstopps, mit Freund*innen, nach Verlieben und Leichtigkeit und vor allem viel im Moment sein.


Anders als noch auf dem Debütalbum ist die Künstler*in zzzahara auf ihrem neuen Album Tender im Jetzt angekommen und verarbeitet eine Trennung in zehn mehr als ehrlichen Songs.


Zwischendurch fühlt es sich an, als würden wir in zzzaharas Tagebuch reinhören - es geht um queere Identität, um Lust genauso wie Verlust und vor allem um die Komplexität des Verliebens. Inmitten von kraftvollen Gitarrenklängen und treibenden Schlagzeug-Rhythmen steht zzzaharas rohe Stimme, die uns beständig aber zärtlich mitnimmt in die leicht berauschenden Gefühle und Ängste des Liebe-verlierens und des Neu-Verliebens. Manchmal verliert man kurz die Orientierung, manchmal lässt man sich leicht verunsichern How to Luv und irgendwie ist das aber alles schon okay.


Bei zzzahara waren wir von der ersten Begegnung an, der festen Überzeugung, dass das gut wird in Neustrelitz. Das sind leichte Sommerklänge, auf die wir uns freuen und die uns zwischendurch mindestens genauso sehr herausfordern wie ehrlich zuhören lassen. Ich bin ganz sicher vor dem Birkenhain, wenn zzzahara für den Freitagabend am Bürgerseeweg bleibt - we don’t want You to leave.