Portrait von Ron Gallo vor orangenem Hintergrund, mit über den Nacken und Schultern hängendes Absperrband

Ron Gallo

Photo
Dylan Reyes
Text
Steffi

Hoppala, da gucken wir mal lieber alle ganz schnell auf unsere Smartphones, bevor uns unsere Schlaghosen (endlich) täuschen: wir sind hier nicht in die Siebziger zurückkatapultiert worden. Auch wenn andere Sorgen mal wieder ganz schön wären. Ron Gallo schafft es, dass wir uns plötzlich im allgemeinen Abfuck und Verdruss in verrauchte Plattenläden zurück träumen und irgendwo zwischen Blumenwiese und Matsch durch die Gegend zur Musik hüpfen wollen. Na schaut euch doch mal um: Platten gibt’s drüben im Auguste-Eck und links oder rechts neben euch ist Grün und Matsch. Mit seinem sechsten Studioalbum geht’s diesen Mai nun durch Deutschland mit Stop in Neustrelitz. Lieben wir. Zusammen holen wir zum Rundumschlag gegen männliches Anspruchsdenken, Gentrifizierung, Narzissmus, Fremdenfeindlichkeit, Rechtsradikale, Klimaleugnende, die kapitalistischen Großkonzerne und unsere eigenen Ängste aus.