Mitglieder der Gruppe Pavelo & Schnell auf Stuhl und auf dem Boden sitzend vor Gebäude

Pavelo & Schnell

Photo
Mats Dylan
Text
Lotti Litz

Ich hab Pavelo & Schnell das erste Mal letztes Jahr auf der Bühne gesehen. Pavelo hintern DJ-Pult und Schnell am Mikro. Damals waren sie nur als Support unterwegs, aber haben das Publikum mit einer grenzenlosen Energie zurückgelassen und mich gleich von ihrer Musik überzeugt. Selten hab ich einen mir vollkommen unbekannten Act gesehen, der mich sofort zum Tanzen gebracht hat. Aber Pavelo & Schnell haben das gleich geschafft. 


Jetzt aber die Frage: Wie kommt das?

Meiner Meinung nach ganz klar: Treibende Beats!!!


Sobald Pavelo & Schnell einen Track anspielen, wird man sofort in eine energetische und aufwirbelnde Stimmung getrieben. Es fühlt sich an, als wäre man mit dem Fahrrad und seinen Freund*innen in einer Sommernacht unterwegs zu einem Rave im Wald. Ein freudiges, energetisches Gefühl, was einen einfach nach vorne bringt.


Doch kann man daran nicht in jedem Song festhalten. Die Texte, die von Schnell stammen, können mich gleich in eine ganz andere Stimmung bringen. Sie sind durchzogen von einer Dystopie. Er hinterfragt seine eigene Männlichkeit, erzählt von einer idealisierten Liebe und legt seinen Schmerz in der Liebe offen („Amicelli“ oder „Undercover Lover“) oder begibt sich dann wieder in einen Zustand des Rauschs und Ekstase („Pyroman“ oder „Spieltag“). Der Albumtitel „Volumen & Kraft“ (2023) gibt schon voraus, was von Pavelo & Schnell zu erwarten ist. Mich, als Mittezwanzigjährige, überzeugen Pavelo & Schnell mit ihrer Mischung aus HipHop, Techno/Elektro, Dystopie, Herzschmerz, Überforderung und ziehen mich in ihren eigenen Bann.


Pavelo & Schnell haben mich schon einmal mit ihrem Dreck im Pop überzeugt und das schaffen sie im Mai/Juni sicher nochmal. Und hoffentlich auch bei dir/euch! (Bis zum Immergut!)