Foto von Edwin Rosen mit bunten Lichtern im Hintergrund

Edwin Rosen

Photo
Clara Fuchs
Text
Amelie

Er muss sich nicht an Alt-Bewährtem festklammern, kann neu denken, kann weiter denken und uns mitnehmen. Ein Künstler, der die Indie-Blase aufplatzen lassen hat, ihr neuen Schwung einverleibt und einer neuen Generation Gehör verschafft.


Edwin Rosen war lange der Skater Boy, in den wir sicher alle doll verliebt gewesen wären, kommt irgendwie durchs Skaten zur Musik, eine doch sehr andere Musiksozialisation. Mit seiner Sprache und eigenem Sound schiebt er die Neue Neue Deutsche Welle an, die nicht ohne Grund so gehypt wird. Ein Sound, welcher einer neuen Generation im Deutschen Indie den Raum gibt, ihr eigenes Ding zu machen. Neue Räume zu öffnen, ohne die bekannten nicht zu vergessen. Verschwende deine Zeit mit mir, mit Edwin Rosen, mit dem Immergut Festival.

Gemeinsam. Melancholisch. Treibend. Wach.


Bei Songs von Edwin Rosen kann es schon mal vorkommen, dass wir Wände anstarren und diese zurückstarren: Wer hält’s länger durch?


Es kommt aber auch vor, dass wir tanzen, nachts durch die Küche zappeln, wild umherspringen und aufpassen müssen, dass die Zehen nicht an den Stuhlbeinen hängen bleiben und Gläser nicht vom Tresen gefegt werden. Songs, die die Facetten brechen. Diese Songs sind kalt und warm zugleich, treibend und melancholisch, irgendwie karg und belebend. Diese Gegensätzlichkeit schafft Bilder in unseren Hirnen, die verschwimmen und uns durch die Songs und die Zeit treiben lassen.