Portrait der Künstlerin Wa22ermann

Wa22ermann

Foto
Leyla Hermann
Text
Amelie

Wenn ich Wa22ermann höre, habe ich das Gefühl aus meinem verkopften Ich aussteigen zu können. Mal kurz gehen lassen. Raus aus dieser oft zu abstrakten Welt. Mehr Bauch fühlen. Mehr treiben lassen. Raus aus dem Bienennest. Oder mitten rein. Mehr Einfach Machen.


Wahrscheinlich ist sie das Beste, was die deutsche Rap-Landschaft gerade zu bieten hat. Ehrlich. Das Beste, was uns Wa22ermann bietet oder eher zumutet. Es wird progressiv! Es wird uns herausfordern, die Komfortzone wird unbequem und trotzdem fühle ich mich in den Arm genommen. Progressivität, die uns vor den Kopf stößt und uns danach in den Arm nimmt. Wirklich. Ungeschönt. Energetischer Klang und ausgeprägte synkopierte Rhythmen, dann Trap-Beats und diffamieren von Rassismus, Klassismus und Sexismus. Sie rappt mit zarter Stimme super beiläufig über diese Themen und lässt uns im Kontrast zurück. Konfrontiert damit! Holt uns raus aus der Komfortzone.


Einmal raus und ihr wollt da auch erstmal nicht wieder ein. Bei Wa22ermann können wir uns treiben lassen. In den Beats, den Texten, den Emotionen. Mal loslassen und aussteigen.


Hör mal raus!

Hör mal hin!


„Und wir laufen Richtung … (Mai), bis die Sonne wieder scheint”

Bis gleich!

Kein Kompromiss!