Porträt Luisa Neubauer

Luisa Neubauer

Foto
Oguz Yilmaz
Text
Björn

Denk ich an Luisa Neubauer, denke ich an Streit. Streit im positiven wie im negativen Sinne.


Positiv, wenn ich an die wichtigen Dinge denke, die von ihr angesprochen werden:

Sei es Klimaschutz, der Ausstieg aus der Atomkraft, die autofreie Stadt, Artenschutz uvm. Wir stehen vor großen Entscheidungen, die den Werdegang der aktuellen und vor allem der folgenden Generationen prägen werden. Da ist es wichtig zu streiten, wie dieser Weg sein soll, wie diese wichtige Zäsur in der Geschichte vonstatten gehen soll und wir es in eine Zukunft im Zentrum der Ökologie schaffen können.



Aber auch der negative Streit bleibt mir im Kopf, Streit über ihre Person, über ihre Ziele und Ansichten, vor allem von Menschen, die eher im Gestern leben bzw. bleiben wollen, als ins Morgen zu schauen und sich für eine lebenswerte Zukunft einsetzen wollen. Dieser Streit, der oftmals in Hass übergeht, ist auf Demos und Plakaten genauso anzutreffen, wie auf Twitter, Facebook, Instagram oder in der eigenen Familie. Es macht einen fassungslos, was für eine Energie dort gegen Personen aufgebracht werden kann, wenn diese Energie doch viel lieber für ein gemeinsames hehres Ziel, wie z.B. einer lebenswerten Zukunft eingesetzt werden sollte.


Nur mit diesem Streit – negativ wie positiv – lässt sicher aber Veränderung in kleinen und großen Revolutionen anstoßen. Daher wollen wir Luisa Neubauer gerne auf die Immergut-Bühne bringen. Nicht nur, weil wir wissen wollen, was alles in ihrem Buch „Noch haben wir die Wahl“ steht, sondern auch, um zu erfahren, wie wir uns noch besser für unsere Ziele stark machen, wie wir dafür einstehen und wie wir besser streiten können.