
Heidi Curtis
Ich und mein Ford Mustang Convertible, der die besten Tage offensichtlich hinter sich hat, mich aber noch zuverlässig von A nach B bringt. Ein endloser Highway irgendwo. Das Radio knatscht ständig, die Lautstärke ist dennoch voll aufgedreht. Im Moment ist irgendwie alles egal. Ziel der Fahrt, egal. Ob der Tank noch reicht, egal. Verpflichtungen, die ich habe, egal. Ich genieße die Fahrt ins Ungewisse. Haare zerzaust vom Fahrtwind und Kippe in der Hand. Aber ich bin irgendwie auch wütend, genervt, frustriert. Hinterfrage Sinn und Zweck des Lebens, meines Lebens. Ich stecke fest. Nicht mit dem Auto, sondern innerlich. Möchte laut schreien und ausbrechen. Weiß nicht wohin mit mir und wohin generell. Vielleicht bleib ich einfach hier, mache alles, wie bisher. Oder ich mache einfach gar nichts mehr, weil ist doch eh nie genug.
What am I missing?
Achso, genau. Ich besitze gar keinen alten Ford Mustang, höre nie Radio, stecke in keiner Krise fest und rauchen tu ich eigentlich auch nicht. Es waren lediglich Heidi Curtis’ Songs, die mich wie eine Sirene in die Tiefen meiner Fantasie entführten. Und auch, wenn ich weiß, dass das alles nur in meinem Kopf-Kuddelmuddel stattgefunden hat, spüre ich fast noch den Fahrtwind in meinen Haaren.