Das neue Festivalmotto: In die Puschen

In die Puschen

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IGR
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Tina

Jedem Immergut Festival ein Motto. Für eine gemeinsame Vision, fürs Accessoire, für die Farbe des Bändchens und das Gefühl. Immergut Festival 2022 kommt IN DIE PUSCHEN.

Im Gegensatz zur Diskussion um “dreiviertel” oder “viertel vor” können wir uns bei der Frage, ob es nun Schlappen, Pantoletten, Babuschen oder Puschen sind, wohl auf eines einigen: Sie sind warm, sie sind weich, sie symbolisieren Entspannung und Gemütlichkeit. 10/10 im Bequemlichkeitsfaktor.


Wir leben jedoch in einer Realität, in der Bequemlichkeit und Gemütlichkeit keine Optionenen sind. In einer Welt, in der es für 18.000 Geisterflüge ernsthaften Diskussionsraum gibt. In der Leute sich tatsächlich durch das Hinzufügen eines Sternchens ihrer sprachlichen Freiheit beraubt fühlen können. In der die Gedanken einiger Menschen stets darum kreisen, wie viel Monat am Ende des Geldes noch übrig ist, während andere ihren Campingstuhl auf dem Bürgersteig aufklappen, um die neueste Version ihres knapp 12 Monate alten Smartphones im Wert eines halben Mindestlohn-Monatsgehalts zu kaufen.

Es ist daher umso wichtiger, dass unbequeme Wahrheiten wie eben Klimawandel, Gleichberechtigung oder die immer weiter aufklaffende Einkommensschere an- und ausgesprochen werden. Es ist noch besser, wenn sie auch angegangen werden. Denn wenn wir schon in einer Leistungsgesellschaft leben, in der alles immer höher, schneller, besser sein muss, dann lasst uns diesen Optimierungsdrang doch in die richtige Richtung kanalisieren.


Und wir fangen direkt bei uns, beim immergutrocken e.V. an! Wir sind in Bewegung, waren wir schon immer irgendwie, aber spätestens seitdem alles anders bleibt auch mit Ansage. Und genau da machen wir weiter. Es gibt einiges zu tun, denn auch die Musikwirtschaft und die Kulturbranche können und dürfen besagte Herausforderungen nicht einfach im Schuhkarton verstecken und im Schrank einstauben lassen.


So schön es ist, die Füße hochzulegen, ist jetzt die Zeit zum Anpacken, zum Anstoßen und ins Rollen bringen, das können wir schließlich nicht nur beim immergutzocken. Lasst uns als Gemeinschaft, als Verein, als Festival die Chucks wieder im rebellischen Zickzack und ein bisschen fester schnüren, um den nächsten (Tanz-)Schritt anzugehen. Wem das zu wild ist, kann den Sportmodus bei den Crocs aktivieren und dann mit festem Sitz und doppelter Geschwindigkeit der Zukunft entgegen stampfen. Laufschuhe an und losgerannt. Handschuhe an und losgelegt. Oder auch Schuhe aus und losgelassen. Einfach mal machen, aber Hauptsache machen. Leute, kommt!


Raus aus den Babuschen und rein IN DIE PUSCHEN.