Shout Out Louds

Shout out louds 1

Photo: Konzertbüro Schoneberg

Letztens an einem Samstag im Leipziger Lieblingstanzkeller: „Darts of Pleasure“. Der Name lässt keinen Zweifel, dass hier die Nuller-Jahre - dieses Jahrzehnt, was einfach keinen eigenen Begriff hergibt - abgefeiert werden. Mit Anfang 20, also so ziemlich am Beginn dieses Indie-Jahrzehnts, habe ich noch gedacht, dass ich bitte nicht auf eine Ü30-Veranstaltung gehen möchte. Nun kann ich mich schon seit einiger Zeit nicht gegen die biologische Wahrheit wehren. Macht aber nix. Da tanzt und feiert man gemeinsam mit Freunden von Lied zu Lied und denkt sich: „Ja, als der Song rauskam musste ich am nächsten Tag zur Vorlesung.“ „Hausarbeit? Pfff!“ Und in den Gesichtern der Tanzfreunde sieht man glücklicherweise so ziemlich die gleichen Gedanken. Also, tanzen. „‘Cause I know it’s not forever // no, it’s gotto stop“. Nicht nur die Nacht auf der Tanzfläche… „But we’re all happy ‘cause the streets are always there for us // And it’s quite scary when you wake up in the same old clubs”.
Nun, letzteres ist nicht wirklich schlimm, denn natürlich lief irgendwann auch das wunderbare „Tonight I have to leave it“, einer der Songs, die bei mir einen „Für immer“-Moment auslösen. Da tanzt du auf einmal euphorisch zum poppigen Rhythmus während sich Sänger Adam Oelnius melancholisch nach echter Liebe sehnt – vielleicht ist das der Widerspruch, dem man sich im Leben stellen darf? Der Ernst des Erwachsenenlebens und gleichzeitig die unbekümmerte Freude der Jugendlichkeit?
So habe ich mich beim Schreiben durch die Alben gehört und konnte nicht anders, als an Zitaten aus den Songs hängenzubleiben und an die Menschen auf dem Festival zu denken. Aus der Frage „Why won’t you give love?“ wird ein selbstverständliches „Give love“! „Hurry up, let’s go // Don’t wanna miss a thing.“ Es passt. Das schwedische Quintett ist der richtige Gast für die immergute Geburtstagsparty: #18fürimmer - Shout Out Loud.

Author: Sepp

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