Torpus & The Art Directors

Torpus

Foto: Björn Weinbrandt

Sport und Spiel lassen mich selten kalt. Egal, ob aktiv dabei oder passiv im Stadion oder am Fernseher. Der Puls steigt, es gibt immer eine sportliche Geschichte, die mich mitfiebern lässt. Wie wäre es aber stattdessen mit weniger Aufregung und mehr Gelassenheit?

Angenehm nordisch unaufgeregt ist die Interpretation von Folk, die Sönke Torpus und die Musiker Gitarrist Melf Petersen, Multiinstrumentalist Ove Thomsen, Bassistin Jenny Apelmo sowie Schlagzeuger Felix Roll spielen. Ganz nach dem Motto: Wenn ich etwas zu erzählen habe, dann muss ich es nicht laut tun. In diesen Zeit gefühlt eine seltene Eigenschaft der Kommunikation und deshalb Geschichten statt Pathos. Im Dezember 2017 erschien ihr drittes Album „From Lost Home To Hope“, es handelt an vielen Stellen vom Ende von Etwas, vergisst dabei aber nicht, dass darin auch Anfänge und Optimismus liegen können. Nein, verzweifelt traurig klingt kein einziger Song der Band. Das Quintett um die drei Schulfreunde Torpus, Petersen und Roll hat einen Weg gefunden, den Americana-Sound nach Nordfriesland zu holen. Auch wenn es nach der Schulzeit nach Hamburg ging, so bleiben die heimatliche Verbundenheit und die musikalische Prägung feste Bestandteile der; Indie, Folk, Pop und Country und mehrstimmiger, harmonischer Gesang

In der Familie um Grand Hotel van Cleef hat man seit einigen Jahren eine zweite (oder dritte?) Heimat gefunden. Aber, egal ob hanseatische Großstadt oder nordfriesische Weite - die Band strahlt eine norddeutsche Gelassenheit aus, so dass sich das Publikum im Saal des Landestheaters Neustrelitz gemütlich zurücklehnen kann: Bühne frei und Vorhang auf für Torpus & the Art Directors. Lasst die Festivalspiele beginnen.

Text: Sepp

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