Motorama

Motorama 0 photo by irene parshina

Foto: Irene Parshina

Klare Seen, sonnengeflutete Wiesen und der morbide Charme trister Neubaublöcke. An einem Wintertag in Leipzig – im Januar 2017 reden wir endlich mal wieder von einem richtigen Winter – sind die geliebten Eindrücke aus Neustrelitz noch weit weg. Doch dann auch wieder nicht – dank Motorama.

Zugegeben, die Eindrücke sind ziemlich real, denn sie gehören dem Tour-Tagebuch der russischen Band Motorama, deren Musik und Videos voller Vorfreunde und mit einer musikalischen Melancholie zugleich in die Zukunft hören lassen. Weit weg scheint neben den beschriebenen Bildern auch Rostow am Don, die Heimat der Band. Zumindest gerade jetzt. Doch auch dies wird sich ändern, wenn die russische Formation beim Immergut auftritt. Zur ersten Tour spielten Motorama im April 2011 noch in einer kleinen Leipziger Galerie: Ein leicht trüber, für die Jahreszeit etwas zu kalter Sonntagnachmittag, dessen melancholische und gleichzeitig aufblühende – immerhin war es bereits Frühling –  Atmosphäre musikalisch perfekt im engen Konzertraum eingefangen wurde.

Auch wenn es hier ums Reisen geht, im minimalen Post-Punk- und New-Wave-Sound kann man sich zu Hause fühlen. Wer zur psychischen Aufheiterung der dunklen Jahreszeit entfliehen möchte, dem sei Motorama wärmsten ans Herz gelegt. Ich höre schon den Klang der Seenplatte.


Autor: Sepp

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