Lambert

Lambert 175 fotograf andreashornoff

Foto: Andreas Hornoff

Also beim ersten Mal Lambert war das so: ich war viel zu nah am Klavier und habe die Tasten lauter gehört als die Töne und dauernd nur gedacht, dass diese Joggingbuchse des Maskenmanns viel zu viel zeigt. Also so Umrisse, ihr wisst. Und nun ist es wahrscheinlich auch viel zu einfach sich erstmal mit den Äußerlichkeiten zu beschäftigen aber diese Maske … sowas hängt doch bei Sabine und Klaus im Wohnzimmer, wenn sie inspiriert aus dem Afrika-All-Inclusive-Urlaub zurück an den Fliesentisch kommen. Aber dann hat es „Klick“ gemacht. Lambert spielt mit viel Tamtam ohne Schnörkel direkt ins Herz. Vielleicht auch von Sabine und Klaus. Er covert unsere liebsten Indiehits und macht sie erwachsen. Es wird so dunkel mit den Werken seiner Alben, dass wir Zeit brauchen. Zeit zu verstehen, zu verarbeiten und vielleicht auch zu fühlen. Gar demütig wird man, wenn Lambert uns in den Sog der Melancholie zieht und unsere Gedanken schweifen. Wahrscheinlich wird alles auf dem Immergut Festival verstummen, wenn er sich ans Klavier setzt. Nehmt Gedanken mit.

Text: Steffi

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